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Tabuthema „Unerfüllter Kinderwunsch“

Tanja Joeken & Annika Wiegold

„Unerfüllter Kinderwunsch“ ist das Thema einer Gruppe, die nach Ostern in der Praxis „Weiße Villa“ starten soll. Jede/r Zehnte in Deutschland zwischen 20 und 50 Jahren ist davon betroffen (Ungewollte Kinderlosigkeit 2020, bmfsfj.de). Der Kinderwunsch kann leicht zur Lebenskrise werden, wenn er ausbleibt und sich nicht erfüllt. Was dann? Was stattdessen? Was kann man tun?

Meist beginnt der Weg mit Untersuchungen beider Partner und der Suche nach der Ursache. Funktioniert es dann immer noch nicht, wird evtl. eine Kinderwunschklinik aufgesucht und sich Unterstützung geholt. Doch selbst dort kann man der Natur nur etwas „nachhelfen“; eine Garantie für ein Kind gibt es nicht. Oft entsteht ein Kreislauf aus Hoffen, Enttäuschung, wieder Hoffen usw. Es kann auch sein, dass eine Frau schwanger wird, aber immer wieder Fehlgeburten erleben muss. Auch dies ist eine Krise, die es zu bewältigen gibt. Häufig erzählen Paare nichts von ihrer ungewollten Kinderlosigkeit und den damit einhergehenden Krisen, da diese Themen in unserer Gesellschaft noch tabuisiert sind. Viele Menschen reden nicht gern darüber, wenn etwas so „Selbstverständliches“ nicht funktioniert.

Die sowieso schon schwierige Zeit kann dadurch noch schwieriger werden, es können viele Ängste entstehen, Resignation, massiver Stress und Depression, sowie Wut und Neid. Oft wird die Schuld bei einem selbst gesucht, der Körper wird verantwortlich gemacht und es wird versucht ALLES richtig zu machen. Die Paarbeziehung kann durch die Fokussierung auf den Kinderwunsch belastet sein und es kann der Blick für die anderen Themen des Lebens verloren gehen.

Diese Lebenskrise zu bewältigen mit all ihren Herausforderungen auf körperlicher, emotionaler, und Beziehungsebene, ist häufig schwierig. Insbesondere dann, wenn das Thema verheimlicht wird und es keinen Ort gibt, an dem darüber gesprochen werden kann. „Gut gemeinte“ Kommentare und Fragen von Familie, Bekannten und Kollegen können häufig verletzend wirken und zu einem noch extremeren Rückzug führen.

Wir möchten einen Raum eröffnen, in dem über all das geredet werden kann, in dem Gefühle gezeigt werden dürfen und Lösungen gemeinsam entwickelt. Hier darf über einen Plan B nachgedacht werden, der tiefe Kinderwunsch genauer betrachtet werden und gemeinsam über die „blödesten“ Fragen des Umfeldes gelacht, sowie Reaktionen darauf erprobt werden. Es darf sich entspannt und belohnt werden, sowie jeder einzelne Weg mit jeder Herausforderung anerkannt werden.

Ziel ist es, sich verbunden zu fühlen mit Gleichgesinnten und voneinander zu profitieren, indem wir die Erfahrung machen, dass es uns nicht allein herausfordert und wir uns gegenseitig in einem sicheren Raum unterstützen und halten können. Alles darf sein, keiner muss irgendetwas tun. Jeder ist mit seinem individuellen Weg und Sein absolut willkommen.

Tanja und mir liegt dieses Thema sehr am Herzen, da wir es selbst erlebt haben bzw. noch erleben und uns professionell damit beschäftigen möchten.

Daher würden wir uns freuen, wenn sich Betroffene (ob ihr allein kommt oder als Paar, ist egal) mit uns auf diese Gruppenreise begeben. Wir sind bereit mit unserem professionellen Handwerkszeug diese Gruppe zu leiten und uns empathisch in eure Themen einzufühlen. Tanja arbeitet bereits als Kinderwunschcoach im Einzelsetting, ich kenne mich mit der Leitung und Gestaltung von Gruppen im therapeutischen Bereich gut aus.

Die Gruppe startet am 25.4. um 19 Uhr und soll dann fortlaufend alle 2 Wochen stattfinden. Es besteht jederzeit die Möglichkeit dort einzusteigen. Die Kontaktdaten und weitere Infos findet ihr unter den Gruppenangeboten und auf unseren Internetseiten.

Wir freuen uns auf euch.

Literatur mit vielen Informationen zu dem Thema:

Broschüre „Ungewollte Kinderlosigkeit 2020“ herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 11018 Berlin

http://www.bmfsfj.de

Angebot Systemische Supervision

….manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr…

Systemische Supervision findet bezogen auf die eigene Rolle im Arbeitskontext statt. Die/der Supervisor*in hat die Aufgabe eine Perspektive von außen einzubringen. Das heißt sie/er ist nicht Teil des Systems, nicht Teil des Teams oder des Berater-Klienten-Systems. Aufgabe von Supervision ist es, mit unterschiedlichen Methoden der/dem Supervisand*in zu ermöglichen eine neue, andere Perspektive auf den Fall oder die Kommunikation mit den Kolleg*innen einzunehmen. Dabei ist immer wichtig, dass der Auftrag des/der Supervisand*in klar formuliert wird und im Verlauf von beiden Seiten überprüft wird. Die systemische Haltung der Supervision beinhaltet, dass die/der Supervisor*in die/der Expert*in für die Methode ist und die/der Supervisand*in für den Inhalt der Lösung.

Fallsupervision gilt insbesondere in klinischen oder psychosozialen Berufskontexten als Qualitätsmerkmal und auch als Qualitätssicherung, da es darauf ankommt sich selbst im Arbeitsprozess mit anderen zu reflektieren. Dies kann leichter mit einer Person von außen gelingen, die Abstand zum Fall und zu den Kolleg*innen hat und nicht Teil der Organisation ist, in der die/der Supervisand*in tätig ist. So kann eine Supervision oft dazu führen, mehr Klarheit, neue Ideen oder eine neue Handlungsstrategie in dem jeweiligen Fall zu gewinnen. Fallsupervision kann einzeln oder in einer Gruppe stattfinden. In der Gruppe können die Ressourcen und Ideen, sowie Perspektiven der anderen Teilnehmer mit einbezogen werden und können so zusätzlichen Input bringen.

Teamsupervision dient dazu die Arbeitsbeziehungen und Kommunikation untereinander aufzuzeigen, zu reflektieren und, wenn gewünscht, auch zu verändern. Hier ist wichtig, dass der Auftrag von allen Mitgliedern des Teams besteht. Auch im Team kann Fallsupervision stattfinden, immer dann, wenn mehrere Kollegen in unterschiedlichen Funktionen mit der/dem Klient*in zu tun haben; das kann in Kliniken, Jugendhilfeeinrichtungen, in Schulen, Kitas, Altersheimen und vielen anderen Einrichtungen der Fall sein.

Man kann auch Einzelsupervision nehmen, wenn man seine eigene Rolle im Team, in der Organisation beleuchten möchte, einen Veränderungswunsch hat, weil man sich nicht mehr wohlfühlt, oder sich beruflich gar ganz verändern möchte. Supervision und Coaching haben in diesem Fall große Überschneidungen. Beide Methoden arbeiten hier mit einer Person, die ein gewisses (berufliches) Ziel erreichen möchte.

Mir macht die Arbeit als Supervisorin in allen Facetten große Freude und ich freue mich auf neue Aufträge. Als Supervisorin arbeite ich aufsuchend, in den Räumen der Praxis „Weiße Villa“ oder auch gern online. Bei Interesse, melden Sie sich gern.

Kinderwunschgruppe „Zwischen den Zeilen“

Dies ist ein absolutes Herzensprojekt, weil mich dieses Thema auch persönlich betrifft und auf vielen Ebenen noch herausfordert und auch gestärkt hat. Eine meiner Visionen von meiner beruflichen Selbständigkeit ist diese Gruppe mit jemandem zusammen anzubieten. Sie soll ein Raum sein, in dem über das Tabuthema „unerfüllter Kinderwunsch“ geredet wird und die damit einhergehenden Themen auf vielen Ebenen (körperlich, emotional, Partnerschaftlich, …) bearbeitet werden können. Ziel soll sein diesen Weg leichter zu machen, mehr bei sich selbst zu bleiben und möglichst gut für sich sorgen zu können bzw. die damit einhergehenden „Achterbahnfahrten“ sanfter zu meistern und sich auch zu erlauben neue Ziele und Wege zu entwickeln, um im Leben „glücklich“ zu sein. Nun bin ich auf Tanja Joeken getroffen, die schon länger mit einzelnen Frauen und Paaren als Kinderwunschcoach arbeitet und selber auch große Lust hat das Projekt „Kinderwunschgruppe“ zu starten. Das tun wir jetzt bzw. nach Ostern in Düsseldorf/ Hilden. Unter dem Menüpunkt findet ihr mehr und genauere Infos dazu.

Infos zu Tanja findet ihr unter https://kinderwunschcoach-tanjajoeken.de

Let´s start….!

Hier bin ich nun, bereit meinem Herzensweg zu folgen und mich ins Ungewisse zu stürzen. Um das zu können, habe ich einige Erfahrungen und Ressourcen im Rucksack, so dass auch der Sicherheitsbedürftige Anteil in mir sagt: „Ja mach mal, du schaffst das!“.

Einfach war das nicht, denn ich habe sehr gern 13 Jahre lang im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Bereich als Familien- und Einzeltherapeutin gearbeitet und in den letzten Jahren auch mit großer Freude als Multifamilientherapeutin.

Dabei wurde mir bewusst, wie gern ich mit Gruppen arbeite bzw. Räume halte, öffne, moderiere, in denen Menschen voneinander profitieren können, sich öffnen, gesehen und gehalten fühlen. Zusätzlich habe ich eine Supervisionsweiterbildung gemacht und gebe Einzel- und Teamsupervision. Auch das macht mir großen Spaß.

Nun möchte ich all das gern auf meine Weise, auch mit anderen zusammen, denn ich arbeite unheimlich gern im Team, weitermachen und stehe gerade am Anfang.

Durch meine immer systemisch geprägten Weiterbildungen arbeite ich mit einer systemischen Grundhaltung und beziehe mehr und mehr den Körper in die Arbeit und die darin liegende Weisheit in den Körper mit ein. Ich vertraue mehr und mehr meiner Intuition und dem Leben an sich.

Wellen sind wichtig für mich. Das Meer entspannt mich sofort und hat eine enorme Kraft. Emotionen zu fühlen und wahrzunehmen, dass sie wie Wellen durch uns durch fließen, sowie die Wellenlänge zu jedem einzelnen sind ebenso wichtig, um in Beziehung zu gehen – in der Arbeit und persönlich.

Ich freue mich auf alles, was kommt.

Aktuell bin ich über die angegebene Handynummer, sowie Emailadresse erreichbar und arbeite ab sofort in der Praxis Weiße Villa http://www.praxis-weiße-villa.de in Hilden mit.

Ich freue mich auf Euch/ auf Sie.

Annika Wiegold